Konfi

Die Konfirmation ist mehr als ein Brauch …

Die Konfirmation hat viel mit deiner Taufe zu tun. Was die Eltern bei deiner Taufe verantwortet haben, wird nun dir, als fast erwachsenen Menschen, zur eigenen Verantwortung anvertraut.

Bei der Taufe haben deine Eltern versprochen, dich als ihr Kind in die Gemeinde der Glaubenden hineinzuführen. Diese Verantwortung kannst du nun ablehnen oder sie durch die Konfirmation bejahen.

Rüstzeit

Alles, was vorher durch gründliche und entsprechende Unterweisung und Hinführung geschieht, hat zum Ziel, dass dieses Bekenntnis glaubwürdig und lebbar wird. Die Konfirmation geschieht durch die Unterweisung, durch Teilnahme am Gemeindeleben und durch den Gottesdienst mit Segnung der Konfirmanden.

Um dich gut auf die Konfirmation vorzubereiten erlebst du im Rahmen eines Unterrichtsjahres den sogenannten Konfirmanden-Unterricht und die Rüstzeit. Warum erleben? Lies selbst:

Vom 14. –17. Februar waren wir zusammen mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden auf Schloss Klaus. Im Konfi-Unterrichtsjahr haben wir nun bereits die Hälfte erreicht. Daher war es spannend, nach vielen Lerneinheiten einmal gemeinsam einen Ausflug zu machen, der es uns als Gruppe ermöglicht hat, sich in Gesprächen besser kennen zu lernen und durch gemeinsam erlebte Challenges zusammenzuwachsen. Der Frage nach dem Sinn und der Mission unseres Lebens aus Gottes Sicht konnten wir ebenso tiefer nachgehen, da jeder Konfi drei Tage am Stück Zeit hat, um in kurzen Vorträgen, Kleingruppenarbeiten und Spielen darüber nachzudenken.Schon gegen 14:00 fuhren die Konfis am Bahnhof Melk mit Margit los, um 16:00 kam ich in Traun dazu. Das Schloss erreichten wir dann nach einem kurzen Anmarsch vom Bahnhof in Klaus. Die Stunde vor dem Abendessen nutzen wir, um erst einmal die Zimmer zu begutachten und die Betten zu beziehen. Vor allem die Burschen hatten dann auch Spaß daran, sich untereinander im Keller des Schlosses am Tischtennis-Tisch und noch lieber beim Tischfußball zu messen. Eine tolle Möglichkeit, und auch mir selbst hat es immer wieder Spaß gemacht, zusammen mit unseren Jungs auch andere Konfis herauszufordern. Das Abendessen, es gab Burger, schmeckte vorzüglich und war ein Vorgeschmack auf die gute Schlossküche, mit der wir die kommenden drei Tage versorgt wurden.

Dieses Jahr trafen wir auf die Konfi-Gruppen: Schwechat, eine kleinere Gruppe, die mit vielen Mitarbeitern und Pfr. Benjamin Battenberg da war, St. Pölten, die ebenso viele, lustige Mitarbeiter dabei hatten und eine große Gruppe aus Hermannstadt.Das geistliche Klima im Schloss war für alle angenehm. Die Mitarbeiter beten viel für die Konfis und überlegen sich ernsthaft, wie sie die schwierigen Themen über Sünde und Errettung gut für Jugendliche aufbereiten. So hörten wir immer zuerst gemeinsam im Burgsaal eine Einheit zum Thema, immer auch untermalt mit Videoclips, und trafen uns dann in der Kleingruppe unserer Gemeinde, um das Gehörte an Hand von Fragen zu vertiefen und zu diskutieren. Toll fand ich, wie sich unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden hier rege beteiligt haben. Ein Highlight war auch das Anspiel am letzten Abend vor der Abreise. Wir durften den Barmherzigen Samariter in einer aktualisierten Weise in Szene setzen –als „Barmherzigen Türken“.

Thomas Carlsson, Konfi-Unterricht und die Rüstzeit auf Schloss Klaus, 2019

Konfirmation

Kaum ein Fest im Alter um die 14 erhält einen so großen Rahmen wie die Konfirmation. Man schreibt sein eigenes Bekenntnis für den großen Tag und bereitet Lieder und ein Anspiel vor. Alle Verwandten kommen. Es ist ein großes Fest für die eigene Persönlichkeit, eine Feier der bewussten Entscheidung für ein Leben mit Gott.

Für uns als Gemeinschaft bedeutet deine Entscheidung eine große Freude und eine die gesamte Kirche füllende Gemeinde freut sich mit dir an dem Rückblick auf die Vorbereitungszeit, am Segen und den guten Wünschen, die dir durch die Gemeindeleitung, die Eltern und Paten zugesprochen werden und dich das Leben lang begleiten sollen…

László László