Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt

04
Feb

Beim ökumenischen Gottesdienst in der Landhauskapelle am Sonntagabend dem 19. Jänner 2020 drehte sich alles um die Schifffahrt. Anlass für den Gottesdienst war die Weltgebetswoche zur Einheit der Christinnen und Christen. Die Lesung aus der Apostelgeschichte schildert, wie der Apostel Paulus und seine Mitreisenden Schiffbruch auf Malta erleiden. Dort werden sie von der einheimischen Bevölkerung gastfreundlich aufgenommen und versorgt.

Der neue Vorsitzende des ökumenischen Arbeitskreises NÖ-West Pfarrer Richard Gödl (altkath. Kirche) konnte alle Kirchen der Region – 7 an der Zahl – begrüßen. Gemeinsam Gottesdienst zu feiern ist ein schöner Ausdruck von Gemeinsamkeit der Kirchen, die für alle Mitfeiernden spürbar war.

Bischof Alois Schwarz (röm.-kath.) nahm das Kreuzbild der Landhauskapelle von Arnulf Rainer als Ausgangspunkt seiner Predigt. Auf dem Bild ist Christus übermalt, ja man könnte sagen überkritzelt. So sei auch heute das Christentum durch Oberflächlichkeit und eigenes Fehlverhalten verunstaltet. Dabei komme es aber darauf an, dass wir für Christus Hände und Gesicht sein sollen, dass wir Gott in unserem Land zur Sprache bringen sollen. Zur Sprache bringen, wie hat das Paulus gemacht? Vor allem habe er von seinem eigenen Leben gesprochen, von seinem Scheitern, seinem Ringen und seinen Glaubensproblemen, darin sei Christus für die Zuhörer sichtbar geworden.

Das gemeinsame Beten und Singen wurde wunderbar vom Evangelischen Gospelchor (Melk-Scheibbs/Neunkirchen) unter der Leitung von Sybille von Both, Angelika Beroun-Linhart an der Orgel und dem Saxophonquartett „Sax 4 fun“ unterstützt. Ein wichtiger Aspekt der Ökumene wurde nach dem Gottesdienst bei der Agape realisiert: Die Begegnung!

Axel Isenbart (Kath. Aktion der Diözese St. Pölten)/Klaus Heinisch

 

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